Austriebsspritzung gegen Schädlingsbefall

Spätwinter/Vorfrühling: Jetzt kommt die richtige Zeit für eine Austriebsspritzung bei Ihren Zier- und Obstgehölzen. Zum richtigen Zeitpunkt angewandt, ist sie eine sehr wirksame Methode und beugt Schädlingsbefall im Frühjahr und Sommer effektiv vor.

Einige der unerwünschten Schädlinge, wie z. B. Blattläuse, Spinnmilben, Schildläuse oder Frostspanner überwintern als Ei, Larve oder Jungtier an den Ästen und Zweigen, in Rindenritzen oder unter Knospenschuppen Ihrer Zier- und Obstgehölze. Deshalb ist es sinnvoll, vor allen Dingen im Vorjahr befallene Pflanzen mit einer Austriebsspritzung vor erneutem Befall zu schützen.

Ein großer Vorteil der Austriebsspritzung ist der Verzicht auf Insektizide, denn diese Spritzmittel kommen mit einer Öl-Basis aus (Paraffinöl oder Rapsöl). Die Wirkung beruht darauf, dass der Ölfilm die feinen Atemöffnungen der Larven verstopft und den Gasaustausch der Eimembranen unterbricht.

Wichtig! Für eine wirkungsvolle Austriebsspritzung gibt es nur einen sehr kurzen Anwendungszeitraum: Er geginnt mit dem Schwellen der Knospen, bei dem sich der erste Blattzipfel aus der Knospe schiebt (Mausohrstadium genannt) und endet bereits, je nach Witterung, nach wenigen Tagen bis maximal zwei Wochen. In dieser Zeit sind zum einen die Schädlingseier/-larven besonders anfällig, zum anderen können die frischen Blätter durch das Öl noch keinen Schaden nehmen. Wird zu früh gespritzt, befinden sich die Schädlinge noch in der Winterruhe und das Öl macht ihnen nichts aus.

Befreien Sie vor Beginn der Spitzung die Stämme mit einer Bürste von lockeren Rindenstücken. Bringen Sie die Spritzmittel-Lösung mit einer Rückespritze aus. Stamm, Äste und Zweige müssen von allen Seiten besprüht werden, so dass sie tropfnass sind.

Spezielle Spritzmittel für die Austriebsspritzung sowie Rückenspritzen finden Sie in unserem Sortiment. Gerne beraten Sie unsere erfahreren Gärtner über die richtige Auswahl.